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Ratgeber · Pendlerpauschale: den Arbeitsweg absetzen

Pendlerpauschale: den Arbeitsweg absetzen

Wer täglich zur Arbeit fährt, verschenkt oft bares Geld. Die Entfernungspauschale ist einer der wenigen Posten, den fast jeder Arbeitnehmer nutzen kann, man muss sie nur eintragen.

Die Pendlerpauschale, offiziell Entfernungspauschale, gehört zu den Werbungskosten. Sie belohnt niemanden fürs Pendeln, sondern erkennt an, dass der Weg zur Arbeit Geld kostet. Das Prinzip ist einfach, ein paar Details werden aber gern falsch gemacht.

Die Sätze für 2026

Pro Entfernungskilometer gibt es gestaffelte Beträge:

Der höhere Satz für die weite Strecke war zunächst befristet und gilt weiterhin. Wer weit fährt, profitiert also überproportional.

Der häufigste Fehler: einfache Strecke

Und jetzt der Punkt, an dem sich viele verrechnen: Gezählt wird nur die einfache Entfernung, also der Hinweg. Nicht Hin- und Rückweg zusammen. Wer 30 Kilometer zur Arbeit fährt, setzt 30 Kilometer an, nicht 60. Das Finanzamt weiß, dass Sie abends wieder heimfahren, die Pauschale bildet das bereits ab.

Ein kleines Beispiel: 30 Kilometer einfache Strecke, 220 Arbeitstage. Die ersten 20 Kilometer bringen 6 Euro pro Tag, die restlichen 10 Kilometer 3,80 Euro. Macht 9,80 Euro täglich, über das Jahr rund 2.156 Euro Werbungskosten.

Warum das nicht Ihre Erstattung ist

Wichtig zu verstehen: Diese 2.156 Euro bekommen Sie nicht überwiesen. Sie senken Ihr zu versteuerndes Einkommen. Wie viel Steuer Sie dadurch sparen, richtet sich nach Ihrem Grenzsteuersatz. Bei einem mittleren Einkommen bleiben von so einem Betrag oft mehrere hundert Euro echte Ersparnis übrig, spürbar, aber eben nicht der volle Betrag.

Ein paar Dinge, die zählen

Die Pauschale gilt unabhängig vom Verkehrsmittel. Ob Auto, Bahn, Fahrrad oder zu Fuß spielt für den Kilometersatz keine Rolle. Und sie greift schon ab dem ersten Euro nicht: Werbungskosten wirken sich erst aus, wenn sie den Arbeitnehmer-Pauschbetrag übersteigen, der ohnehin automatisch abgezogen wird. Wer weit pendelt, knackt diese Grenze aber fast immer allein mit dem Arbeitsweg.

Kurz gesagt

Einfache Strecke, mal Arbeitstage, mal Kilometersatz, mehr Rechnung steckt nicht dahinter. Tragen Sie die Pauschale in Ihrer Steuererklärung ein, auch wenn Sie sonst wenig absetzen. Bei Vielpendlern ist sie oft der Posten, der die Erstattung überhaupt erst nach oben treibt.

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Häufige Fragen

Wie hoch ist die Pendlerpauschale 2026?

Für die ersten 20 Kilometer der einfachen Strecke gibt es 0,30 Euro pro Kilometer, ab dem 21. Kilometer 0,38 Euro. Gezählt wird nur der Hinweg, nicht Hin- und Rückfahrt.

Zählt die kürzeste oder die schnellste Strecke?

Grundsätzlich die kürzeste Straßenverbindung. Eine längere Strecke ist nur absetzbar, wenn sie offensichtlich verkehrsgünstiger ist und Sie sie regelmäßig nutzen.

Bekomme ich das Geld ausgezahlt?

Nein. Die Pauschale mindert Ihr zu versteuerndes Einkommen, nicht Ihre Steuer direkt. Was am Ende dabei herausspringt, hängt von Ihrem persönlichen Steuersatz ab.

Allgemeine Information, keine Steuer-, Rechts- oder Finanzberatung. Stand: 2026.